Di 19
November 2019
20:00
Konzert
Maschinenhaus
jazzwerkstatt präsentiert
Achim Kaufmann, Yorgos Dimitriadis/ "Vor der Mauer, nach der Mauer" mit Baby Sommer
"Achim Kaufmann ist seit vielen Jahren eine der inspirierendsten und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene. Seine Musik zeugt von großer harmonischer Subtilität und struktureller Tiefe. Als brillanter Pianist und Komponist hat ihn seine reflektierte Erforschung der Tradition zu einer nuancierten, zeitgenössischen Klangsprache geführt, die Poesie, Energie und Abstraktion gleichermaßen umfasst."- Julia Neupert, SWR Radio Yorgos Dimitriadis ist ein in Berlin ansässiger Schlagzeuger, Improvisator, der auf den Gebieten der improvisierten Musik und des zeitgenössischen Jazz tätig ist. In seiner ursprünglichen Soloarbeit verwendet er Schlagzeug, Becken und Mikrofone, um Klanglandschaften in Echtzeit zu komponieren. Im Quartett 'Vor der Mauer – Nach der Mauer' treffen mit Schlagzeugerlegende Günter Baby Sommer und Saxofonist/Klarinettist Friedhelm Schönfeld zwei der herausragenden Vertreter der freien Musik der DDR auf zwei junge, wichtige Künstlerinnen der aktuellen Improvisationsszene – Pianistin Julia Kadel und Sängerin Walburga Walde. Baby Sommer ist einer der maßgeblichen Protagonisten des DDR-Jazz gewesen und heute 'der' Dresdner Jazzmusiker von Weltrang. Das 1966 zusammen mit dem Kontrabassisten Klaus Koch und Baby Sommer gegründete 'Friedhelm-Schönfeld-Trio' war für die Entwicklung des DDR-Jazz orientierend. In dieser Zeit war Schönfeld schon einer der bekanntesten Jazzmusiker der damaligen DDR und gehörte dort – neben Joachim Kühn, Manfred Schulze und Ernst-Ludwig Petrowsky – zu den wichtigsten Wegbereitern des Neuen Jazz. Julia Kadels Name macht besonders seit 2014 in Fach- und Musikliebhaberkreisen die Runde. Mit ihrem aktuellen 'Julia Kadel Trio' ist es ihr in jenem Jahr gelungen, beim legendären Jazzlabel Blue Note herauszukommen. 2015 war Kadel zweifach für den deutschen Echo Jazz nominiert: als Instrumentalistin und zusammen mit ihrem Trio. Die Sängerin Walburga Walde ist bekannt aus zahlreichen aufregenden Projekten improvisierter Musik. Sie ist eine der wenigen lautmalerischen Sängerinnen, deren Onomatopoesie nicht eingeübt, sondern absolut natürlich und selbstverständlich wirkt. Kommen diese vier Musiker zusammen, so vermischen sich ihre Geschichten und Klänge aus den unterschiedlichsten Epochen und Perspektiven. Dabei begegnen sie sich mit ihren eigenständigen musikalischen Stimmen und hören einander zu. BABY SOMMER drums & percussion / FRIEDHELM SCHÖNFELD saxophones & clarinets / JULIA KADEL piano / WALBURGA WALDE vocals Fotos: Herbert Weisrock,Cristina Marx
<small><small>jazzwerkstatt prsentiert</small></small><br><small>Achim Kaufmann, Yorgos Dimitriadis/ 'Vor der Mauer, nach der Mauer' mit Baby Sommer</small>
Mi 20
November 2019
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Die Malerin Charlotte Salomon
Lesung und Konzert
präsentiert von Jazzwerkstatt
Politisch-historisches Erinnern mit allen Sinnen. Es liest THERESE HÄMER, es spielt das JULIE SASSOON QUARTET.  "Sorg' gut dafür: Es ist mein ganzes Leben": Mit diesen Worten übergab die Malerin Charlotte Salomon im Jahre 1942 einem Freund einen Zyklus von mehreren hundert Bildern (Gouachen). Einige Monate später war die 26jährige tot - als Jüdin in Auschwitz ermordet. Das Verbundprojekt der politisch-historischen und kulturellen Bildung erinnert rund 100 Jahre nach ihrem Geburtstag an Leben und Sterben Charlotte Salomons; es erinnert gleichzeitig aber auch an das einzigartige Werk einer vielversprechenden Malerin, das nach ihrer Ermordung für lange Jahre vergessen war. Die Schauspielerin Therese Hämer liest aus der Charlotte Salomon Biografie von Astrid Schmetterling 'Bilder eines Lebens', erschienen bei Suhrkamp. Das kurze Leben der Künstlerin Charlotte Salomon wird hier eindrücklich vermittelt. Das Julie Sassoon Quartett spielt ein Tribute-Konzert für Charlotte Salomon. Die jüdische Pianistin Julie Sassoon hat eine Auftragskomposition in das Programm integriert, bei den Recherchen zu Charlotte Salomon machte Julie die Erfahrung, dass sie auch, erst unbewusst, die Geschichte ihrer eigenen Familie erforscht. Ihre Urgroßeltern wurden ebenfalls, vom Sammellager Drancy aus, nach Auschwitz transportiert. JULIE SASSOON piano / LOTHAR OHLMEIER tenor saxophone & bass clarinet / MEINRAD KNEER bass / RUDI FISCHERLEHNER drums
<small><small>Die Malerin Charlotte Salomon</small></small><br><small>Lesung und Konzert</small><br><small><small>prsentiert von Jazzwerkstatt</small></small>
Mi 20
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Silly analog   *** ausverkauft *** 40 Jahre Silly – das ist ein Grund zum Feiern und für die Band Anlass genug, einmal mehr zu überraschen und zwar mit einer ganz besonderen Tour: Im Laufe der erfolgreichen Silly-Geschichte sind 10 Studioalben entstanden, mit weit über 100 Titeln, darunter Ohrwürmer und fast schon Klassiker wie „Bataillon d’Amour“, „Mont Klamott“, „Die wilde Mathilde“ oder „Alles rot“. Doch in einem normalen Konzertprogramm findet immer nur eine bestimmte Anzahl von Songs ihren Platz und so wurden viele Titel bislang selten oder noch nie live gespielt. Grund genug für die Sillys, sich etwas Neues auszudenken und diesen musikalischen Schatz zu heben. So wird in 10 Konzerten, in 10 verschiedenen Städten an jedem Abend ein anderes Album etwas mehr im Fokus stehen. Neben den unverzichtbaren, bekannten und beliebten Titeln aller Alben, werden es also auch ein paar Songs des jeweiligen Albums auf die Bühne schaffen, die entweder lange nicht oder noch nie gespielt worden sind. Jeder Abend wird so zu einem einmaligen, nicht wiederkehrenden Moment, einer Zeitreise zurück quer durch die musikalische Schatzkiste der Band. Und es gibt noch eine weitere Überraschung und gleichzeitig auch Premiere: bei allen zehn Konzerten werden Jäcki, Uwe, und Ritchie gesanglich von Julia Neigel und Anna R (Gleis 8, Rosenstolz)  auf der Bühne komplettiert. Weitere Gäste sowie musikalisch neue und bislang noch nie gespielte Arrangements versprechen 10 spannende und abwechslungsreiche Abende mit einer großen Silly-Zeitreise.
Silly analog
Do 21
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Max & Iggor Cavalera
Beneath The Arise 2019
  *** ausverkauft ***  Nach der erfolgreichen Australien-Tour im März diesen Jahres kommen die beiden Sepultura-Gründer Max & Iggor Cavalera im Rahmen der „Beneath The Arise“- Tour im Winter 2019 mit der Aufführung der Klassiker „Beneath The Remains“ (1989) und „Arise“ (1991) auch nach Deutschland. Die brasilianischen Metal-Legendengastieren am 19. November 2019 in Hamburg im Gruenspan, am 21. November 2019 in Berlin im Kesselhaus und am 8. Dezember 2019 in Köln in der Kantine. Sepultura gehören mit zu den Wegbereitern des Nu Metal, vermischten Punk und Metal mit traditionellen brasilianischen Elementen und kreierten so einen einzigartigen Stil. Die Brüder  Max Cavalera (v, g) und Iggor Cavalera (dr) schrieben vor allem in den Neunzigern Heavy Metal-Geschichte. Besonders mit den drei Werken „Arise“ (1991), „Chaos A.D.“ (1993) und „Roots“ (1996) wurden sie bekannt, verkauften allein in den USA mehr als drei Millionen Platten, weltweit sind es knapp 30 Millionen. Nach der „Return To Roots“-Tour vor zwei Jahren feiern sie ihre Vergangenheit nun ein weiteres Mal, indem sie die Alben „Beneath The Remains“ (1989) und „Arise“ (1991) in den Mittelpunkt ihrer neuen Tour stellen. Zur Bandgeschichte: Nach den zwei eher unschuldigen Alben „Morbid Visions“ (1985) und „Schizophrenia“ (1987) steigt Gitarrist Andreas Kisser ein, mit diesem und dem amerikanischen Produzenten Scott Burns nehmen sie „Beneath The Remains“ in Rio de Janeiro auf. Die Aufnahmen gelingen nur mithilfe von Übersetzern, da die Bandmitglieder der englischen Sprache kaum mächtig sind. Das Album wird ein internationaler Achtungserfolg und gilt als Thrash Metal-Klassiker. Das Terrorizer-Magazin nimmt es in die Top 20 des Genres. Die Website Allmusic vergibt 4.5 von 5 Punkten: „Die völlige Abwesenheit von Filler-Tracks macht dieses Werk zu einem der essentiellsten Death/Thrash Metal-Alben aller Zeiten.“ Mit der Veröffentlichung beginnt eine lange Tour durch Europa und die USA. Die allererste US-Show von Sepultura findet als Support von King Diamond an Halloween 1989 im New Yorker Ritz statt. Im Januar 1991 spielen Sepultura vor über 100.000 Zuschauern auf dem Rock In Rio II-Festival. Schon vorher ist die Band nach Phoenix/Arizona umgesiedelt. Das nächste Album „Arise“ entsteht in den berühmten Morrissound Studios in Tampa/Florida und erreicht nach der Veröffentlichung im März 1991 auch als erstes die US-Billboard-Charts (Platz 119) und gilt wie sein Vorgänger als Genre-Klassiker. Die erste Single „Dead Embryonic Cells“ ist ein Erfolg, während das Video zum Titelsong „Arise” wegen seines Inhaltes von MTV USA boykottiert wird. was der Band aber eher nützt. Mit Touren als Support von Helmet/Ministry und Alice In Chains/Ozzy Osbourne gelingt Sepultura der endgültige Durchbruch. 1996 steigt Max Cavalera aus und gründet mit Soulfly eine weitere erfolgreiche Band, mit der er bis heute neun Alben veröffentlicht hat. Sein Bruder Iggor verlässt die Band ebenfalls, allerdings erst zehn Jahre später; in dieser Zeit gibt es zwischen den beiden keinen Kontakt aufgrund des Zerwürfnisses bei Max´ Ausstieg. Nachdem sich beide 2006 wieder versöhnen, heben sie das gemeinsame Projekt Cavalera Conspiracy aus der Taufe, bei dem sie ihren ursprünglichen Death- und Thrash-Metal-Wurzeln Tribut zollen. 2008 erscheint  mit „Inflikted“, so der ursprüngliche Name der Band, das Debütalbum, das in Deutschland, Österreich und Finnland die Top 30, in Australien und Belgien die Top 40 und in den USA Platz 72 der Charts erreicht. Album Nummer zwei, „Blunt Force Trauma“, kommt 2011 auf den Markt, die Band tourt weltweit; neben Soulfly-Gitarrist Marc Rizzo spielt nun Jonny Chow Bass für den ausgestiegenen Gojira-Frontmann Joe Duplantier. Mit dem aktuellen Album „Pandemonium“ gehen Cavalera Conspiracy 2014 zurück zu ihren Grindcore-Einflüssen, Nate Newton von Converge wird neuer Bassist. Im Sommer 2015 touren sie erfolgreich durch Europa, spielen auch zwei Konzerte in Köln und München. Mit der Aufführung des kompletten „Roots“-Albums erfüllen sie sich und den Fans 2017 einen langgehegten Wunschtraum, der mit der kommenden „Beneath The Arise“-Tour nun perfekt fortgeführt wird. 
Max & Iggor Cavalera<br><small>Beneath The Arise 2019</small>
Fr 22
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Sabrina Claudio Bevor Sabrina Claudio vor gerade einmal drei Jahren eine Handvoll Singles auf den Markt brachte, veröffentlicht sie bei YouTube und Twitter vor allem Songcovers. 2017 landen ihre R’n’B -Stücke auf dem Debüt „Confidently Lost“ (2017), einer EP mit sieben selbstgeschriebenen Songs, die das Talent des in Miami aufgewachsenen Mädchens widerspiegeln. Im selben Jahr folgt mit „Unravel Me“ und „Belong to You“ zwei weitere soulige Nummern, die für größere Aufmerksamkeit sorgen. Von da an wird Sabrina Claudio von den Medien als ‚Meisterin der Verführung‘ gefeiert. Beide Songs sind Teil des Mixtapes „About Time“, welches ebenfalls 2017 erschien. Die Platte chartet kurz nach ihrer Veröffentlichung in mehr als dreißig Ländern und von Apple Music wird sie zur „Up Next“-Künstlerin gekürt. Und das junge Talent schreibt weiter fleißig Songs: Schon 2018 erscheint das Album „No Rain, No Flowers“ mit acht intimen Songs, die einen tiefen Einblick in die Seele der Wahl-Kalifornierin liefern. Auch dieses Jahr steht ganz im Zeichen Sabrina Claudios: Nachdem im Mai die Single „Energy“ in Kollaboration mit BURNS und A$AP Rocky auf den Markt kam, folgte am 18. Juni mit „All My Love“ bereits die nächste Single. Wenn man wie Sabrina Claudio so regelmäßig Songs veröffentlicht, sollte man sie den Fans auch live präsentieren. Wer bisher noch nicht in den Genuss kam, sie einmal auf der Bühne zu erleben, hat dazu am 22. November im Berliner Kesselhaus die Gelegenheit.
Sabrina Claudio
Sa 23
November 2019
20:30
Konzert
Kesselhaus
Scala & Kolacny Brothers
10 Jahre SCALA & KOLACNY BROTHERS im Kesselhaus (2009-2019)
SCALA & KOLACNY BROTHERS sind nicht nur das seit Jahren international erfolgreichste Chorprojekt, sondern auch das kreativste. Schon seit 2002 arrangieren die Brüder Steven und Stijn Kolacny bekannte Pop- und Indie-Songs für ihren 20-köpfigen Frauenchor und haben sich damit weltweit einen großen Fankreis erspielt. Im Berliner Kesselhaus gehören SCALA & KOLACNY BROTHERS seit einem Jahrzehnt zum festen Vorweihnachtsprogramm. Jedes der bisher siebzehn Konzerte war ausverkauft. Auf dem aktuellen Album Unendlich, dem zweiten deutschsprachigen Album nach Grenzenlos (2006), überraschen SCALA & KOLACNY BROTHERS mit bekannten Songs von Xavier Naidoo, Ich + Ich, Bosse, Andreas Bourani und anderen. Aber es sind auch beliebte Underground-Bands, für die SCALA & KOLACNY BROTHERS ein besonderes Gespür entwickelt haben, etwa Die Sterne und Kettcar. Zeitlose Klassiker runden das Album ab: Hildegard Knefs Für mich soll’s rote Rosen regnen, Udo Lindenbergs Cello und Ideals Berlin. Auch der Stadion-Hit Tage wie diese von den Toten Hosen wird zu einem wunderbaren Stück musikalischer Poesie. Die große Leidenschaft der KOLACNYs für Musik und der unerschöpfliche Reichtum ihrer Kreativität macht SCALA & KOLACNY BROTHERS zu etwas Einzigartigem. Man sollte zudem die Gelegenheit nutzen, sie einmal live zu sehen, denn die Sängerinnen sind mit mobilen Mikrophonen ausgestattet und bewegen sich oft frei durchs Publikum. Ein ungewöhnliches Projekt mit einem außergewöhnlichen Repertoire und umwerfenden Arrangements!
Scala & Kolacny Brothers<br><small>10 Jahre SCALA & KOLACNY BROTHERS im Kesselhaus (2009-2019)</small>
So 24
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Rockhaus
CD-Release zum neuen Album 2019
ROCKHAUS – TEMPOZOO VÖ: 25. Oktober 2019  Das bisher rockigste Album zurück zum Anfang Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens veröffentlicht die Band Rockhaus nun ein neues Album und geht damit auf Tour. Zu sehen und zu hören sind Rockhaus im Kesselhaus am 24. November 2019 ab 20.00 Uhr. Was war? 1978 haben sich zwei Schulbands zusammengetan, um unter dem Namen Rockhaus gemeinsam Musik zu machen. Drei Jahre später gehörten sie schon fest zur Rockszene in der DDR. Zunächst war ihr Stil noch näher am New Wave und Funk orientiert. Mit der Zeit entwickelten sie sich zu einer Deutschrockband weiter. Ihre Songs entsprachen absolut dem Zeitgeist der Jugendlichen von damals und so wurden Lieder wie „Mich zu lieben“ zu Nummer-1-Hits. Nach dem tragischen Verlust ihres Keyboarders Carsten „Beathoven“ Mohren im Jahr 2017 war für die Band klar, dass es auf dem neuen Album keine Keyboards geben wird. Die Idee „zurück zum Anfang“ setzte so eine neue Energie frei und ließ 13 Stücke entstehen. Auch das Hinzukommen von Bassist Robert Protzmann (Schweighöfer, Retter) als Gast trug dazu bei, dass Rockhaus so rough und rockig klingen, wie lange nicht mehr. Das große Finale der diesjährigen Tour steigt am 24. November im Kesselhaus der Kulturbrauerei.    Titelliste 1.    Bleib heut bei mir 2.    Regen 3.    September 4.    Energie 5.    Windmühlen 6.    Tief unten 7.    Tempozoo 8.    Die wahren Verlierer 9.    Vertrauen und verzeihen   Foto: Carsten Klick
Rockhaus<small><br>CD-Release zum neuen Album 2019</small>
Mi 27
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Motionless In White
Support: Skold
Mit Motionless In White besucht uns zwischen dem 21. November und dem 4. Dezember 2019 eine der konstantesten und konsistentesten Metalcore-Bands der gegenwärtigen US-Musikszene. Ihr fünftes Album „Disguise“ ist für den 7. Juni angekündigt und bringt die Band im Winter auf große UK, Russland und Europa-Tournee für sechs Shows auch nach Köln, Hamburg, Berlin, Dresden, München und Karlsruhe. Trotz vieler Besetzungswechsel ist sich die Band aus Pennsylvania stets treu geblieben und bietet den Fans der härteren Gangart eine kraftvolle Mischung aus Metalcore, Alternative Metal und Gothic Metal. Mit ihrem Sound blickt die Formation auf eine seit zehn Jahren kontinuierlich wachsende, weltweite Anhängerschar.  Als sich Motionless In White im Jahr 2005 gründen, drücken alle Mitglieder noch die Schulbank. Trotz ihrer Jugend finden sie schnell einen eigenen Stil, der sich aus hartem Alternative, kraftvollem Metalcore und offensiven Zitaten aus dem Horror-Metal speist. Als sie kurz darauf noch einen Keyboarder in die Band aufnehmen, erweitert sich ihr Sound in Richtung Goth und Synth-Metal. Durch emsiges Touren werden sie von einer größeren Plattenfirma entdeckt und veröffentlichen 2010 ihr offizielles Debütalbum „Creatures“. Es folgen zahlreiche Tourneen, unter anderem mit Blessthefall und Pierce The Veil, die sie auch außerhalb der USA bekannt werden lassen. Doch schon damals zeichnet sich ab, dass die Band mit einem fortwährenden Dilemma zu kämpfen hat: Viele der bei Motionless In White beschäftigten Musiker sind derart gute Instrumentalisten, dass sie von anderen Bands abgeworben werden. Diese stetige Veränderung bringt Unruhe, aber gleichzeitig auch immer wieder frisches Blut für die kreative Arbeit.  So entwickelt sich das zweite Album „Infamous“ (2012) zu einem Dauerbrenner in den US-Metal-Charts. Ihre Stilmerkmale machen Motionless In White zu einem viel gebuchten Act auf allen internationalen Rock- und Metal-Festivals. Dank ihrer zahlreichen Live-Auftritte ist der endgültige Durchbruch zum Greifen nah – und tritt mit dem dritten Album „Reincarnate“ (2014) ein: Das Werk erreicht die Top Ten der US-Charts.  Mittlerweile zählen Motionless In White zu den absoluten Größen des Metalcore, was 2017 auch ihr viertes Album „Graveyard Shift“ eindrucksvoll belegt. Das nun im Juni erscheinende fünfte Werk „Disguise“ entstand erneut in veränderter Besetzung: 2017 verließ Keyboarder Josh Balz die Band, gefolgt von Bassist Devin Sola. Von der Urbesetzung ist nur noch Frontmann Chris „Motionless“ Cerulli übrig, der aktuell begleitet wird von den Gitarristen Ricky „Horror“ Olson und Ryan Sitkowski, Schlagzeuger Vinny Mauro und dem neuen Bassisten Justin Morrow (ex-Nine Ice Kills). Erste Ohrenzeugen des Albums sprechen von dem dunkelsten und eruptivsten, das Motionless In White bislang aufgenommen haben. Man darf also umso gespannter sein auf die anstehende Tour.
Motionless In White<br><small>Support: Skold</small>
Fr 29
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Die Seilschaft   *** Ausverkauft *** "Ich wäre glücklich, wenn meine Lieder für manchen einfach ein Stück seines Lebens sind. Ob er da nun geheult hat bei der Platte oder gelacht, ob er Kraft gefunden oder welche gelassen hat, ist mir egal. Wenn sie nur dazu gehören, zu irgendeinem Leben." -Gerhard Gundermann- Musik und Lyrik von Gundermann hält nach wie vor in Atem. Der Durst, ihn zu hören, ist unerschöpflich, und die Menschen wollen es live. "Schuld" am bemerkenswerten Gerhard-Gundermann-Revival??? hat nicht zuletzt die „Seilschaft“ - jene Band, mit der der legendäre, viel zu früh verstorbene Liedermacher und Rockpoet in den 90er Jahren ein kritisch-anspruchsvolles Publikum in Ost und West erreicht hat. "Schuld" hat auch der junge Leipziger Liedermacher Christian Haase, seit Jahren mit authentischen Gundermann-Interpretationen unterwegs. Gemeinsam holen sie die Spiritualität zurück. Die Seilschaft, 1992 im Proberaum gegründet, nahm mit Gundermann ab 1993 mehrere Studioalben auf, (Der7te Samurai, Frühstück für immer, Engel über dem Revier) die bis heute nichts an Kraft und Tiefe eingebüßt haben. Mit immer ausgereifteren Songs traf die Band den Nerv des Publikums, gerade auch live. Unvergessen sind etwa die Konzerte im Vorprogramm von Bob Dylan oder Joan Baez. Nach Gundermanns unerwartetem Tod 1998 sind immer wieder neue, unveröffentlichte Aufnahmen auf CD und DVD erschienen, auf denen seine Songs von Leben und Tod, von Liebe, Heimat, Entfremdung und Sehnsucht nach Freiheit erzählen. Gundermann war am Ende Seilschaft, und Seilschaft war Gundermann. Mit Mario Ferraro und Michael Nass waren zwei weitere Komponisten ins Team gerückt, die zusammen mit dem Poeten aus Hoyerswerda schrieben und produzierten. Ferraro, Nass und die anderen haben die gemeinsamen Zeiten nie hinter sich gelassen. Nach dem Gundermann-Tribute-Konzert 2008 reiften allmählich Pläne, Songs wie "Brunhilde", "Linda", "Schwarze Galeere" und "Engel überm Revier" neu in die Herzen zu spielen.  Seit Frühjahr 2011 ist es soweit, und das alles scheint erst der Anfang zu sein. Am 15. April 2011 platzte der Berliner „Fritzklub im Postbahnhof“ fast aus den Nähten. Tags darauf war es der Leipziger "Anker, wo sich die Begeisterung an Gundermanns Liedern neu entzündete. Für die alt-neue Seilschaft Grund genug, noch so einiges nachzulegen… an neuen Songs, neuer Kraft und neuer Intensität Bei alldem bildet die "Seilschaft von heute" ein Gemisch der besonderen Art. Neue Gesichter sind hinzugekommen, und die "alten" Barden haben noch Erfahrungen mit ganz anderen Projekten gesammelt. Mit dabei sind: Mario Ferraro und Andy Wieczorek, die gemeinsam die Trash-Polka-Band Polkaholix initiierten und seitdem auch mit Christoph Frenz auf vielen Festivals in ganz Europa unterwegs sind. Michael Nass, der seit 1999 zur Kölner Band BAP gehört, dort auch als Komponist und Co-Produzent agiert und außerdem viele weitere Künstler und Projekte begleitet hat. Tina Powileit, die schon 1987 unter der Regie von Hermann Zschoche im DEFAFilm "Die Alleinseglerin" spielte, mit "Mona Lise" die erste Frauenrockband der DDR. Und nicht zuletzt Christian Haase, der bereits einige CDs mit eigener Band veröffentlicht hat und seit Jahren den Fans auch durch authentische Gundermann-Interpretationen bekannt ist. Foto: Johanna Bergmann
Die Seilschaft
Sa 30
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Pankow - Tour 2019 1987 lag schon Agonie über dem Land DDR. Da nützte auch das mit Pomp gefeierte Berlin Jubiläum nichts mehr. Es verließen laufend und immer mehr Einwohner die Heimat, um im Westen Deutschlands glücklicher zu werden. Wir wollten unser nächstes Album aufnehmen, endlich in einem privaten Studio in Mecklenburg, weiter ab von den Redakteuren und sonstigen Musikbeamten unserer Plattenfirma. Zunächst musste aber doch über Inhaltliches diskutiert werden. Also fuhren wir zu Herrn ...nach hause. Als wir sagten, das Album solle "Aufruhr in den Augen heißen" bekam er ein Flimmern, könnte es nicht auf "Power in den Augen" geändert werden, wir fragten ihn zurück, ob es seine Meinung, oder die seines Chefs wäre. Die Antwort blieb er schuldig, (weil er selber kurz danach einer von den Ausreisern war), so blieb es bei Aufruhr.... Mit dem gleichnamigen Lied wollten wir einen Typ Mensch beschreiben, der sich nicht über Äußerlichkeiten definiert. Gib mir'n Zeichen hatte Jürgen ursprünglich für einen Film geschrieben, mit einem Text über Pubertärende. Das ewige Thema Liebe in unserem Alter war uns wichtiger, also kam die Idee, die dann dem Lied diese Richtung verpasste. Aus der selben Schublade kam auch Marilyn, wir waren große Fans von der Monroe, unser Alltag nach den Muggen sah prosaischer aus, Rainer Kirchmann schrieb die wunderbare Musik dazu. Wieder auf der Straße ist auch so ein Lied, wo aber unser ewiges Unterwegs sein noch dazu kam. Das Lied Einsam ist eine Reflektion auf Andrés Armeezeit, wohl der dunkelste Abschnitt seines Lebens. Das später berühmte Lied Langeweile ist eine, uns nur zu gut bekannte Stimmung, dass es nach Veröffentlichung eine solche politische Dimension bekam, war weder unseren müden Zensoren, noch uns selber so klar, darauf machte uns erst (negativ) ein hoher SED Funktionär aufmerksam, der das Lied verbieten lassen wollte und nach der Wende unsere Fans, die das Lied besonders mochten und mögen. "Ich bin bei Dir" ist ein Lied, weil wir zu dieser Zeit noch auf Veränderung der Verhältnisse hofften und wollten, dass sich die Kritiker der DDR daran beteiligten, anstatt auszureisen, eine Illusion. Das Album ist für uns bis heute Maßstab für das, was wir sein wollen mit unserer Musik, mit all den Themen, den Riffs, der Härte und Zärtlichkeit. Wenn wir im Jahr 2017 das Album noch einmal als ( Unplugged Live-Version ) heraus bringen, dann, weil wir von der Qualität und der Zeitlosigkeit der Lieder überzeugt sind.
Pankow - Tour 2019