Programm | Kesselhaus
Di 14
August 2018
18:00
Konzert
Frannz Biergarten
Kesselhaus Acoustics 2018
mit Fuck Art, Let's Dance!, Lutz Rode, Phil Siemers
die Konzertreihe vom 29.05. bis 28.08. in der KulturBrauerei Die Kesselhaus Acoustics haben die Herzen der Berliner und Berlin-Touristen im Sturm erobert. Ab 29. Mai 2018 präsentieren wir Euch die Konzertreihe erneut im Frannz Biergarten der Berliner KulturBrauerei. An insgesamt sechs Dienstagabenden spielen jeweils drei akustische Musik-Acts bei freiem Eintritt. Ab 18 Uhr gibt es Neuentdeckungen, Indie-Größen und Senkrechtstarter zu erleben. Im Anschluss geht der Hut rum. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem We Invented Paris, Violetta Zironi, Karl die Große, Luka, Fuck Art Let’s Dance, Lukas Droese, Onk Lou und Antiheld.   Die Kesselhaus Acoustics sind die direkte Antwort zu den Knust Acoustics, welche immer mittwochs auf dem Lattenplatz in Hamburg stattfinden. Facebook Spotify-Playlist Fuck Art, Let’s Dance! Scheiß auf dich, scheiß auf die da draußen, scheiß auf eure artsy Attitüde! FUCK ART, LET’S DANCE! haben von jedem die Schnauze voll – bis auf ihre Mütter vielleicht. Das sind nicht mehr die vier netten Jungs von der Schulbank. Das was sie umtreibt, ist Post-Bedroom-Kellerwave, der ihrer Verachtung für Konventionen Ausdruck verleiht. Ein Sound mit dem konstanten Drang, sein Publikum und sich selbst loszureißen. Wenn man diese Band live sieht, wird man zu einem Teil von ihr. Ihre Bewegungen werden deine Bewegungen, ihr Enthusiasmus dein Enthusiasmus, ihre Ekstase deine Ekstase. Befreiender kann ein Konzert nicht sein. Tanz, als ob die Welt dir zusieht und bereite dich auf ihren Untergang vor. Lutz Rode Lutz Rode sticht aus der gleichgeschalteten Masse heraus: „Die Texte sitzen ungezwungen, die Melodien sind radiotauglich, ohne sich anzubiedern.“ (sejour) Das Leben bestimmt die Themen, die musikalisch vom Charme deutscher Interpreten der 70er & 80er mit Pop-Einschlag flankiert werden. Auch Einflüsse „von der Insel“, namentlich der Beatles, John Lennon, Noel Gallagher und Pete Doherty finden sich sowohl im Charakter als auch im Songwriting des Lutz Rode wieder.  Phil Siemers Besonders lange dauert es nicht, bis man merkt, worum es bei Phil Siemers geht. Vielleicht ein, zwei Minuten von „Wie wär’s“, und man ist drin im Kosmos des 25-jährigen. Der Besen streichelt das Becken, das Klavier setzt ein-, aber nie aufdringlich eine kleine Melodie, die nach einer Weile schöne Sprünge macht. Dazu singt der Hamburger: „Alles wird klar, wenn Du aufhörst zu fragen.“ Der Song ist ein Mutmacher, grundiert im Jazz, aber auch nicht weit weg vom Pop - zumindest in dem Sinne, dass man ihn gerne zum Frühstückskaffee aus dem Radio schallen hören würde.
Kesselhaus Acoustics 2018<br><small>mit Fuck Art, Let's Dance!, Lutz Rode, Phil Siemers</small>
Do 23
August 2018
22:00
Konzert
Kesselhaus
Dresen | Prahl und Band & Gäste   *** Ausverkauft *** Axel Prahl und Andreas Dresen, die als Schauspieler und Filmregisseur von Kritik wie Publikum hochgeschätzt werden, greifen zu Gitarre und Mikrofon. Es ist hier also nicht die erfolgreiche, sehenswerte Zusammenarbeit, die beide verbindet, sondern die Leidenschaft für Musik und deutschsprachige Songs. Wohl begonnen hat alles 2008 anlässlich eines Tribut-Konzertes für Gerhard Gundermann, wo beide zusammen, durchaus mit den Knien schlotternd, die Musikbühne gleich vor knapp 3000 Menschen betraten, um zu musizieren. Im Musikprojekt von Dresen|Prahl, leider nur selten so zu erleben, dominiert der Spaß am gemeinsamen Musizieren. Neben Songs von Gerhard Gundermann, Rio Reiser oder Gisbert zu Knyphausen spielen sie natürlich auch Stücke von Axel Prahl. Mit ihren Musikern – an der E-Gitarre neu Jürgen Ehle von Pankow, an den Keyboards Jens Quandt, langjähriger Filmmusikberater von Dresen – verbindet beide mehr als nur dieses Band-Projekt. Dies jedoch gedeiht auf wunderbare Weise zum Vergnügen aller auf und vor der Konzertbühne. Anlässlich des 60. Geburtstag von Gerhard Gundermann gab die Band zwei ausverkaufte Konzerte im Berliner Kesselhaus, welches durch Gäste wie Judith Holofernes, Wenzel, Gisbert zu Knyphausen und Tobias Morgenstern bereichert und als CD, DVD und LP im September 2015 veröffentlicht wurde. Zum Kinostart von "GUNDERMANN" im August 2018 wird es an einigen Orten (Kulturarena Jena, Filmnächte am Elbufer, Kulturbrauerei Berlin) die Kombination von Filmpreview und Konzert geben. Alle oder keiner! Andreas Dresen, Gesang, Gitarre Axel Prahl, Gesang, Gitarre, Mandoline, Mundharmonika Jens Quandt, Keyboards, Mundharmonika, Percussion, Gesang Jürgen Ehle, E-Gitarre, Gesang Harry Rosswog, Bass Nicolai Ziel, Schlagzeug
Dresen | Prahl und Band & Gste
Di 28
August 2018
18:00
Konzert
Frannz Biergarten
Kesselhaus Acoustics 2018
mit Mega! Mega!, Saint Lu, Lukas Droese
die Konzertreihe vom 29.05. bis 28.08. in der KulturBrauerei Die Kesselhaus Acoustics haben die Herzen der Berliner und Berlin-Touristen im Sturm erobert. Ab 29. Mai 2018 präsentieren wir Euch die Konzertreihe erneut im Frannz Biergarten der Berliner KulturBrauerei. An insgesamt sechs Dienstagabenden spielen jeweils drei akustische Musik-Acts bei freiem Eintritt. Ab 18 Uhr gibt es Neuentdeckungen, Indie-Größen und Senkrechtstarter zu erleben. Im Anschluss geht der Hut rum. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem We Invented Paris, Violetta Zironi, Karl die Große, Luka, Fuck Art Let’s Dance, Lukas Droese, Onk Lou und Antiheld.   Die Kesselhaus Acoustics sind die direkte Antwort zu den Knust Acoustics, welche immer mittwochs auf dem Lattenplatz in Hamburg stattfinden. Facebook Spotify-Playlist Mega! Mega! Aha, sodann: Mega! Mega! also. Nun gut. Eine Spur kleiner ging es nicht? „Na klar ist der Bandname reiner Größenwahn!“, sagen sie selber. Und dazu: „Warum denn auch nicht?!“ Womit eines ganz zu Beginn schon mal klargestellt wäre: Das Duckmäuser- und Drückebergertum ist ihre Sache nicht. Schon gar nicht das in der heutigen Indie-Szene so verehrte, larmoyante Betrachten der eigenen Schuhspitzen. Was ist noch mal das Gegenteil von Shoegazing? Eben das hier. Eben: Mega! Mega!. Mal schnell die Dinge klar stellen. Mit der Draufgänger-Brille die eigenen Geschichten vom Wochenende sezieren, darin Potenzial und Pointen entdecken – und schon schreibt man einen Song über das Glück der kostenlosen zweiten Person bei der Monatskarte der Berliner Verkehrsbetriebe. Der im Ergebnis auch noch fetzt wie ein Frettchen in der Ranz, und voller Wortwitz die Absurditäten des Alltags skizziert. Im Prinzip könne alles zu einem Song werden, finden sie. Es muss nur etwas dran sein an der Geschichte, das bewegt, berührt, vertraut erscheint. Denn wenn man schon auf Deutsch singt, spricht, rappt, kodderschnauzelt, dann sollte der Text für den Zuhörer eine Verbindung herstellen können. Sonst wär das mit den Texten ja auch Quatsch.  Saint Lu Saint Lu gehört zu den vielversprechendsten Stimmen, die sich hierzulande in den letzten Jahren aufgemacht haben. Groß geworden ist Saint Lu in Oberhart, einer erzkatholischen Gemeinde in Oberösterreich. Nachdem es nicht mehr reichte, sich mit den Soul-Platten der älteren Schwestern im Zimmer einzuschließen und mitzusingen, lag es nahe, den Drang zur Musik mit Gospelsongs auszuleben – der Pfarrer gab den Segen. Mit 13 komponierte sie die ersten Songs, ihre eigene Band gründete sie mit 14, sog die Inspirationen überall da auf, wo sie Musik als authentisch empfand, sei es bei Jazz, Metal oder – und man hört das bis heute in ihren Songs – dem Blues an der Schwelle zum frühen Rock’n’Roll und seinen wegbereitenden Soul-Sängerinnen. Klar, dass es sie bald nach Amerika zog, einige Zeit lebte sie in New York. Wieder zurück begann sie ein Schauspielstudium – beim obligatorischen Sprachtraining war aber ausgerechnet ihre markante „Stimmfärbung“ nicht eben erwünscht. Lukas Droese Der junge Mann kommt ungeschminkt und unverkleidet, das freundliche Lächeln im Antlitz genügt vollauf. Wenn Lukas Droese aus seinem Leben oder von seiner Arbeit erzählt, was im Grunde ein und dasselbe ist, dann meint man, gerade in seiner Hamburger Wohnküche zu sitzen und vor allen Dingen: willkommen zu sein. Das Gefühl ist kein unbekanntes, denn es stellt sich auch ein, wenn man seinen Liedern lauscht. Droese singt selten von den Dingen, die die Welt in Gange halten oder eben nicht, sondern lieber von denen, die das Leben schreibt und beschreiben. Nur mit Liebesliedern, sagt Droese, tue er sich schwer, „da schifft man durch Klippen, die dort schon ewig stehen, und ringsherum liegend die Wracks am Meeresgrund.“ Ein beinahe scheues Lächeln, „aber man kommt irgendwie auch nicht wirklich darum herum.“ Um die Lieder, nicht um die Klippen.
Kesselhaus Acoustics 2018<br><small>mit Mega! Mega!, Saint Lu, Lukas Droese</small>
Di 28
August 2018
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Alexa Hennig von Lange: Kampfsterne
Moderation: Matthias Kalle (Die Zeit)
Wie kann sich das richtige Leben nur so falsch anfühlen? 1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagierflugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Live Aid für das hungernde Afrika singen und in einer Siedlung am Rand der Stadt drei Familien zu zerbrechen drohen. Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Drei Paare. Mütter und Väter. Sie wohnen in dänischem Design, fahren nach Südfrankreich in den Urlaub, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und zum Intelligenztest. Sie versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen. Wo wäre das leichter als in den sorgen- freien Achtzigerjahren der Bundesrepublik? Und warum funktioniert es trotzdem nicht? Die in Berlin lebende Autorin Alexa Hennig von Lange (Jg. 1973) erzählt anrührend, mitreißend und wahr die Geschichte einer Generation von Eltern, die ein freieres Miteinander wollten. Der Ideologien, denen sie folgten. Der Liebe, die sie verband. Der Ängste, die sie hatten. Der Kindheit, die sie sich für ihre Söhne und Töchter wünschten. Der Fehler, die sie machten. Der Entschlüsse, die ihre Kinder deshalb fassten. Gibt es einen Ort, an dem man größer scheitern kann als in den Erinnerungen seiner Kinder? Ein Roman über Freiheit und Liebe – zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern. Foto: Marie Haefner
Alexa Hennig von Lange: Kampfsterne<br><small>Moderation: Matthias Kalle (Die Zeit)